Neues Jahr, Neues Projekt

Seit dem 1. April 2020 wird das Projekt „Remember- Erinnerung muss gelebt werden“ des Netzwerks für Demokratie und Courage Saar e. V. durch Mittel des Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernimmt als Programmträger 90% der Projektkosten. Zudem wird das Projekt durch das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie kofinanziert.

Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) ist ein bundesweites Netzwerk, das von jungen Leuten getragen wird und sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken engagiert. Das Hauptaufgabenfeld des NDC ist die Ausbildung von jungen Menschen als Multiplikator_innen und die Durchführung von  Projekttagen,  Seminaren  und  Fortbildungen  an  Schulen,  Berufsschulen,  Bildungseinrichtungen sowie für viele andere Gruppen.

„Mit  unserem  neuen  Modellprojekt  möchten  wir  jungen  Menschen  Mut  machen  sich  mit  komplexen  Themen  wie  Antiziganismus  und  Porajmos  auseinanderzusetzen.  Darüber  hinaus  möchten  wir  junge  Menschen  motivieren  sich  in  der  Gesellschaft zu engagieren und couragiert gegen menschenverachtende Einstellungen im Alltag und darüber hinaus einzusetzen.“, so Hannah Meuler, Vorsitzende des NDC Saar.

Bei “Remember“ handelt es sich um eine Weiterentwicklung des vorherigen Projektes „ZusammenWachsen“. In den nächsten fünf Jahren möchte das NDC Saar eine gesellschaftliche Sensibilisierung mit der Verfolgung und Diskriminierung von Sinti_zze und Rom_nja sowie aktuellen Antiziganismus vorantreiben. Dafür ist eine Auseinandersetzung mit der Verfolgung und Ermordung (Porajamos) während des Nationalsozialismus notwendig. Daher werden unterschiedliche Angebote, die sich der nationalsozialistischen Verbrechen, den Folgen für die verschiedenen Betroffenengruppen und letztlich die Wirkungen auf die heutige Gesellschaft widmen, entwickelt. Konzepte sind u. a. ein Projekttag für Jugendliche und junge Erwachsen ab 14 Jahren sowie ein jährliches Jugendforum.

„Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die im letzten halben Jahr gemeinsam mit uns um diese Förderung gekämpft haben. Wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin gefördert werden und damit die Existenz des NDC Saar für die nächsten fünf Jahre gesichert ist.“, so die Vorsitzende Hannah Meuler.

Das sieht so auch Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot. Sie gehört zu den langjährigen Unterstüt-zer*innen  des  Netzwerks  und  hat  sich  mit  für  die  Förderung  eingesetzt.  „Es  ist  gut,  dass  die  Arbeit  des  Netzwerks  für  Demokratie und Courage endlich längerfristig abgesichert ist. Das Netzwerk leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag für die Demokratiebildung und demokratisches Engagement junger Menschen in unserem Land. Es ist für uns außerdem ein wichtiger Partner in der Lehrkräftebildung und für das Projekt ‚Schule ohne Rassismus‘. Dafür bin ich sehr dankbar, denn von solchem Engagement lebt unsere Demokratie“, so Streichert-Clivot.

Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Monika Bachmann schließt sich dem an: „Ich freue mich, dass das Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V. auch in den kommenden Jahren durch finanzielle Unterstützung des  Bundes  und  meines  Ressorts  sein  Projekt  zur  Erinnerungskultur  durchführen  kann.  Es  ist  für  unsere  Demokratie  wichtig, dass gerade in Zeiten zunehmender Verrohung und extremistischer Tendenzen konsequent daran erinnert wird, wo solche Ausprägungen münden können. Insbesondere jüngere Generationen, müssen dafür sensibilisiert werden, was Extremismus und Menschenfeindlichkeit für unsere Gesellschaft und für gesellschaftliche Gruppen bedeuten kann. Dies kann nur geschehen, wenn man sich aktiv und kontinuierlich mit der Thematik befasst.