Lass uns reden …

… über Antiziganismus!

Vom 24. Juli bis 26. Juli 2015 fand im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel unser erster Jugendkongress unter dem Motto „Lasst uns reden … über Antiziganismus!“ statt.

Ein Zweck der Veranstaltung war es, Raum zum Austausch verschiedener Menschen und Gruppen zu bieten. Zielgruppe waren Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene. Gemeinsam mit den Teilnehmenden konnten wir uns mittels Vorträgen und Workshops in das Themenfeld Antiziganismus einarbeiten und verschiedene Aspekte intensiver beleuchten. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der kritischen Auseinandersetzung mit Antiziganismus sollen schließlich in die Erarbeitung gemeinsamer Handlungsstrategien münden. Dabei kam aber auch das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch verschiedener Erfahrungen nicht zu kurz.

Die ausführliche Dokumentation zum Kongress gibt es hier zum download – Dokumentation

Das war das Programm

Freitag, 24.07.15

15:00 – Anreise und Ankommen

16:00 – Begrüßung und offizieller Start des Kongresses

Vortrag von Merfin Demir: Sinti und Roma in Deutschland. Ein Realitätsabgleich

Nach dem Abendessen – Vorstellen der Workshops und gemeinsame Abendgestaltung

Samstag, 25.07.15

2 Workshopphasen:

  1. Workshopphase

12:30 – 14:30 – Mittagessen

  1. Workshopphase

In allen Workshopphasen wird zusätzlich eine Kinderbetreuung angeboten.

18:30 – Abendessen

Sonntag, 26.07.15

Präsentation der Workshopergebnisse

Vortrag Marina Sahm – Verfolgungsgeschichte und Bürger_innenrechtsbewegung der (deutschen) Sinti_ze und Rom_nja

Anschließend – Verabredungen, Vernetzung, Zusammenarbeit

12:30 – Mittagessen

Anschließend – Auswertung des Kongresses

15:00 – Abreise

Das waren die Referent*innen

Merfin Demir

Merfin Demir

Referent

Merfin Demir wurde 1980 als muslimischer Rom in Mazedonien geboren.
Aktuell ist er als pädagogischer Projektkoordinator bei der Otto-Benecke Stiftung in Bonn aktiv.

Er ist Bundesvorsitzender von Amaro Drom e.V., einem interkulturellen Jugendverband von Roma und Nicht-Roma.

Er ist Vater von drei Kindern.
Sein Vorbild ist Martin Luther King, der sich dafür einsetzte, dass alle Menschen die selben Rechte haben.

Marina Sahm

Marina Sahm

Referentin

Marina Sahm studiert Erziehungswissenschaft in Koblenz und ist ehrenamtlich in der Diskriminierungssensiblen Bildungsarbeit aktiv.

Silas Kropf

Silas Kropf

Referent

Silas Kropf aus Saarbrücken ist Student der Wirtschaftsinformatik und Mitglied der Minderheit der Sinti. Als stellvertretender Vorsitzender von Amaro Drom e.V. - einem interkulturellen Jugendverband von Roma und nicht-Roma - ist der 20-jährige gesellschaftlich sowie sozialpolitisch engagiert und setzt sich für junge Roma über die Grenzen des Saarlands hinaus ein.

Anita Awosusi

Anita Awosusi

Referentin

Anita Awosusi ist seit 30 Jahren als Bürgerrechtlerin mit dem Schwerpunkt auf erinnerungspolitische Arbeit aktiv. Sie hatte im Rahmen ihrer Arbeit als Leiterin des Bildungsreferats im Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma unzählige Workshops zum Thema Antiziganismus und dem an den Sinti und Roma begangenen Völkermord geleitet. Sie hat mehrere Publikationen herausgegeben, drei Bände zur Musik der Sinti und Roma und zwei Bände zum Antiziganismus in der Jugendliteratur.

Markus End

Referent

Markus End ist Diplom-Politologe und Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim. Nebenbei arbeitet er in der politischen Erwachsenenbildung und als wissenschaftlicher Autor.
Zuletzt erschien seine Studie "Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit. Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation."

Leila Seidel

Referentin

Leila Seidel ist seit einigen Jahren in der antirassistischen und antifaschistischen (Jugend-)Bildungsarbeit aktiv.
Dabei wurde sie auf den Themenkomplex Antiziganismus aufmerksam, was zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dessen Geschichte und Aktualität in Deutschland führte.
Sie studiert in Frankfurt am Main und schreibt derzeit ihre Abschlussarbeit über Antiziganismus in der Ethnologie.

René Seyedi

Referent

René Seyedi wurde 1986 geboren und war lange Jahre aktiv im Jugendzentrum in Selbstverwaltung „Friedrich Dürr“ in Mannheim. 2009 absolvierte er die Teamschulung beim NDC und ist darüber hinaus für die Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen tätig. Seit 2013 arbeitet er im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.

Das waren die Kooperationspartner_innen für den Kongress

Ternodrom
Amarodrom
RomaniPhen Rromnja Archiv
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma